Nutzerverhalten

Zur Ermittlung, ob das schimmelbefallene Zimmer richtig gelüftet und geheizt wird, kann ein sogenannter Datenlogger eingesetzt werden. Dieser speichert alle 3-5 Minuten jeweils einen Messwert der aktuellen Innentemperatur sowie der relativen Luftfeuchte im Zimmer. Je nach programmiertem Zeitintervall zwischen den einzelnen Messungen kann ein Datenlogger mehrere tausend Messwerte speichern, wobei der Zeitraum der Messungen mindestens zwei Wochen betragen sollte. Die erfassten Werte lassen sich in einer Grafik ausgeben. Dort werden die Lüftungsintervalle und das Heizverhalten genau dargestellt.

Nachfolgende Bilder zeigen einen Datenlogger im Verhältnis zu einem 2 Euro Stück sowie eine grafische Auswertung eines Datenloggers.

Datenlogger im Vergleich zu einer 2 Euro Münze Grafische Auswertung einer Langzeitmessung von relativer Luftfeuchte und Temperatur

Die rote Kurve stellt die Raumtemperatur, die blaue Kurve die relative Luftfeuchte des Zimmers dar. Die Grafik zeigt den Zeitraum einer Woche; alle 3 Minuten wurde jeweils die Temperatur sowie die aktuelle Luftfeuchtigkeit gespeichert. Das Abfallen der blauen Kurve zeigt die regelmäßigen Lüftungsintervalle; die feuchte Zimmerluft wird durch Lüften mit trockener und kälterer Außenluft ausgetauscht.

Somit kann die Auseinandersetzung zwischen Mieter und Vermieter entschärft und eine klare Aussage bezüglich des Nutzerverhaltens getroffen werden.